Der Anfang

1979

Am 8. Jänner 1979 gründeten Josef Winkler (Sektionsleiter), Ernst Kugler (Stellvertreter), Franz Michor sen. (Fachreferent), Wolfgang Santner (Kassier) und Franz Michor jun. (Schriftführer) die Sektion Schach innerhalb der Union Obervellach.

Die 80er Jahre

1980 – 1984

In diesen Jahren fanden im Cafe Kugler Schachabende statt. Bei geselligen Treffen dominierten Franz Michor sen., Wilhelm Wetzl und Dr. Franz Sereinig das Obervellacher Schachleben. In den Sommermonaten spielten wir oft mit Urlaubsgästen. Wesentlicher Anteil an der Entwicklung unseres Sports hatte das „Freifach Schach“ in der Hauptschule Obervellach, das von Franz Michor sen. angeboten wurde.

1985

Am 31. Jänner übergab Josef Winkler die Führung der Sektion an Franz Michor jun.. Im neuen Team wirkten Peter Göres (Stellvertreter und Schriftführer), Friedrich Lehr (Organisationsreferent) und Werner Michor (Kassier). Wir spielten im Gasthof Traube bei Gerda Angermann und trugen sehr bald viele Freundschaftsspiele aus. Der wesentlichste Schritt in diesem Jahr war unser Beitritt zum Kärntner Schachverband. Große Beachtung fand unsere Simultanveranstaltung am 24. August mit IGM Karl Robatsch im Mußnighof. Unser Bürgermeister Josef Mölschl sorgte mit einem Remis für die Sensation.

1985/1986

In der Mannschaftsmeisterschaft spielten wir in der 3. Klasse West und gewannen den Meistertitel mit 1 Punkt Vorsprung auf Admira Villach Jugend. Großen Anteil an dieser Leistung hatten Franz Michor sen. und jun., Werner und Herwig Michor, Peter Göres, Dr. Franz Sereinig, Martin Thorer, Gottfried Obermann, Gerald Kuttin und Friedrich Lehr. Helmut Moser förderte uns über die Kärntner Sparkasse mit einem Sponsorvertrag, dem wir bis heute sehr viel verdanken.

In diesem Jahr spielten wir bereits bei vielen Kärntner Turnieren. Im Osterschnellturnier in Finkenstein erreichte Herwig Michor 5 Punkte aus 7 Runden und platzierte sich als Sieger der Gruppe C unter den besten Kärntnern. In Freundschaftsspielen lieferten wir große Überraschungen wie den Sieg gegen Finkenstein und dem Remis von Franz Michor sen. gegen Egon Reichmann (Elo 2300). Im Schulfach betreute Manfred Salbrechter eine sehr erfolgreiche Gruppe. Ewald Steiner wurde Bezirksmeister der 1. und 2. Hauptschulklassen, Carol Notdurfter erreichte Rang 4.

1986/87

In der Mannschaftsmeisterschaft spielten wir als Aufsteiger in der 2. Klasse West sehr souverän. Mit 15 ½ Punkten Vorsprung gewannen wir wiederum den Meistertitel und konnten neuerlich den Aufstieg feiern. Außergewöhnliche Gewinnprozentsätze prägten dieses Meisterschaftsjahr (Werner Michor 100 %, Dr. Franz Sereinig 92 %, Peter Göres 86 %). Als Jugendspieler ergänzten Christian und Martin Schroth unsere Mannschaft. Erstmals spielte auch eine 2. Obervellacher Mannschaft in der 3. Klasse D und erreichte Rang 6 unter 11 Mannschaften.

Beim schachlichen Höhepunkt des Jahres, dem Schnellschachturnier 40 Jahre Union Obervellach im Hotel Post glänzte Werner Michor mit Rang 2 hinter Josef Graber (damals Feistritz-Paternion) und vor Fritz Köstenbauer (SG Spittal/Drau). Nach dem Jubiläumsturnier fanden unsere Cup-Erfolge in den Zeitungen viel Beachtung. Siege gegen Kötschach-Mauthen, Bad Bleiberg und die knappe Niederlage gegen Admira Villach verdienten großen Respekt.

1987/88

Das Meisterschaftsjahr brachte uns den bereits 3. Meistertitel, diesmal in der 1. Klasse West und den Aufstieg in die Unterliga. Seriensiege von Werner Michor wurden fast unheimlich (1 Klasse 10 ½ aus 11, 3 Klasse  5 aus 5), aber auch die Mannschaftsleistung war beeindruckend. Gegner wie Bodensdorf, Velden, Köstenberg oder Treffen waren chancenlos. Friedrich Lehr gründete den Oberkärntner Schülercup. Einen Höhepunkt für unseren Schachsport lieferte Werner Michor beim 4. Internationalen Lienz Open 1988. Mit 6 ½ Punkten war er mit Rang 14 punktegleich bester Österreicher gemeinsam mit FM Johann Pöcksteiner. Internationale Meister wie Vujovic (YU), Bhend (CH) waren unter den insgesamt 134 Teilnehmern ebenso hinter Werner platziert wie die gesamte Kärntner und Osttiroler Elite!

1988/89

Obervellach schaffte einen weiteren Höhepunkt. Mag. Kurt Petschar und Helga Stangl erkämpften die Meistertitel. Für Obervellach schlugen sich Werner und Franz Michor sen. ehrenvoll. Die vorbildliche Organisation durch Franz Michor jun. und Friedrich Lehr fand bei den Teilnehmern große Anerkennung. Finanziell wurde uns diese Großveranstaltung durch Beiträge von Helmut Moser mit der Kärntner Sparkasse und Josef Mölschl mit der Gemeinde Obervellach ermöglicht.

Die 90er Jahre

1990/91

In der Unterliga erreichten wir wiederum Endrang 5. 8 Mannschaftssiege und nur 3 Niederlagen waren eine starke Leistung. In der Zirbenstube des Flattacher Wirt bei Sigrid Rieger fanden wir ein sehr schönes Spiellokal und wurden  bestens aufgenommen. Werner Michor schaffte als erster Obervellacher den Sprung über Elo 2000. Diese Leistung vollbrachte später auch Herwig Michor. Starke Beteiligung hatten wir wieder beim 2. Schloss Trabuschgen-Aktiv-Turnier mit 66 Spielern. Die Feinwertung gewann Waldemar Grom (Finkenstein) vor Werner Michor mit je 5 ½ Zählern. Es folgten Dir. Josef Gallob 5, Jugendstaatsmeister Sascha Reschun (St. Veit/Glan) 4 ½ und erfreulich für Franz Michor sen. Rang 11. Erstmals setzten wir bei diesem Turnier die Computer-Auswertung Cato ein.

1991/92

In der Unterliga war es manchmal schwierig für uns, eine wirklich starke Mannschaft aufzustellen. Die Elodifferenzen zu den Gegnern konnten teilweise beängstigend sein. Bad Bleiberg, ein damals klar überlegener Gegner wurde auswärts 5 ½ zu 2 ½ geschlagen. Gleich 4 Bleiberger büßten gegen Werner Michor (Putzi Elo 2080), Dr. Franz Sereinig, Gottfried Obermann und Franz Pirker die Dame ein. Dies war einzigartig in unserer Schachgeschichte. Bei Open Turnieren schlugen sich Herwig Michor mit Rang 24 in Lienz (Remis gegen FM Ante Jurkovic) und Rang 6 in Feffernitz phänomenal.

1992/93

Das Spieljahr in der Unterliga war noch schwerer für uns. Interessenskonflikte zwischen 1. und 2. Mannschaft in der 3. Klasse verschärften unsere Aufstellungsprobleme. Der Leistungsträger Nummer 1 Werner Michor stand wegen Studium und neuer familärer Orientierung nur noch sehr selten im Team. Mit Endrang 11 konnten wir lediglich Radenthein auf den Abstiegsplatz verweisen. Durch eine Meisterschaftsreform mit der Neuschaffung von 4-ten Klassen landeten dann allerdings 8 Vereine der Unterliga in den 2. Klassen.

Mit einem Aktiv-Turnier im Hotel Alpenhof machten wir wieder in ganz Kärnten auf uns aufmerksam. Sieger wurde Jürgen Emberger (Hermagor) vor Markus Januschke (Lienz) und Erich Trupp (Baldramsdorf). Unsere Ehre verteidigte Franz Michor sen. auf Rang 6. Das Schach-Wunderkind Eva Moser (SG Spittal/Drau) belegte damals Rang 19 und den 36 Spielern. Ein Zwischendurch-Blitzturnier gewann Dietmar Emberger (Hermagor).

1993/94

Neu in der 2. Klasse A wurden in der Kärntner Mannschaftsmeisterschaft im Herbst ein Grunddurchgang und im Frühjahr Playoff-Spiele geschaffen. Hoffnungen konnten wir auf dem verpflichtenden Jugendbrett dank Stefan und Thomas Rauter schöpfen. Mit Endrang 4 setzten wir uns im Kampf um den Klassenerhalt gegen Baldramsdorf durch.

1994/95

Im Grunddurchgang der Meisterschaften der 2. Klasse A im Herbst kämpften wir um einen Platz in der Aufstiegs-Playoff. ½ Punkt- fehlte uns schließlich auf Ferndorf II. Wehmütig denken wir noch an den  verzweifelten Kampf von Herwig und Franz Michor jun. in Bad Kleinkirchheim, doch diese 2 Siegpartien waren letztlich zu wenig. Die 2. Klasse-A-Playoff beendeten wir im Frühjahr 1995 auf Rang 3.

Das Frühjahr 1995 brachte einen kometenhaften Aufstieg unseres Talents Thomas Rauter. Im Schulschach eilten Thomas und Stefan Rauter mit dem BRG Spittal/Drau vom Landesmeistertitel zum 3. Rang beim Bundesfinale der Schülerliga in Saalbach-Hinterglemm. Für Thomas Rauter bedeutete der U-12-Landesmeistertitel die Qualifikation für die Staatsmeisterschaften in Werfen. Am 7. Juni 1995 feierte Thomas den Staatsmeistertitel der Kategorie U-12 und qualifizierte sich somit für die Weltmeisterschaften in Brasilien. Vom 16. bis 28. Oktober erkämpfte Thomas Rauter im Rahmen der Jugend-Weltmeisterschaften in Sao Lourenco (Minas Gerais) 4 Punkte in 11 Runden. Diese Leistung ist gemessen an Österreichs Teilnehmern sehr respektabel. Thomas WM-Teilnahme war das herausragendste Ereignis des Obervellacher Schachsports.

1995/1996

In den Mannschaftsmeisterschaften der 2. Klasse A im Herbst scheiterten wir wieder knapp am Platz 2 für die Aufstiegs-Playoff. In den Begegnungen deutete Hubert Rathgeb seine kommende Spielstärke an. Stefan Rauter eroberte am 18. November 1995 den Jugendlandesmeistertitel der Sportunion im Schnellschach. Eine sehr wichtige Neueinführung war unsere Zeitung Obervellacher Schachblatt von Franz Michor jun. und Gerald Hofer. Im Frühjahr waren wir einige Runden in den Abstiegskampf verwickelt, retteten uns aber mit 7 ½ zu ½ gegen FPW III.

1996/1997

In der 2. Klasse A im Herbst verstärkte uns Hugo Moosleitner. Von seinem kompromisslosen Kampfstil haben wir viel gelernt. Drei Ölschützer ermöglichten eine 2. Mannschaft in der 4. Klasse A und Aufstellungssorgen wurden Vergangenheit. Das Frühjahr 1997 krönte uns mit dem Meistertitel in der 2. Klasse A Playoff. Wir haben 75 % der Punkte erreicht und alle Gegenteams geschlagen.

Am 5. Juli 1997 feierten wir 50 Jahre Union Obervellach mit dem Sommerblitzturnier. Unter den 46 Teilnehmern aus Kärnten, Osttirol und Salzburg setzte sich Jürgen Emberger (Admira Villach) durch. Mit Rang 3 in der Seniorenwertung hatte Josef Graber einen seiner ersten Auftritte für Obervellach.

1997/1998

Der Grunddurchgang der Herbstmeisterschaft brachte uns in der 2. Klasse A Rang 2. Josef Graber setzte sich als Union-Landesmeister und Aktiv-Seniorenlandesmeister durch. Groß war die Beteiligung bei unserer Schülercup-Runde im Alpenhof. 52 Burschen und Mädchen haben mitgespielt. Unsere 2. Mannschaft, diesmal in der 3. Klasse A hatte mit Hubert Rathgeb, Helmut Thurner und Craciun Costel neue weitere Leistungsträger. Ein neues Playoff-System verband im Frühjahr die 2. Klasse A und B. Ein Startsieg gegen den Herbstmeister der 2. Klasse B Gnesau mit 7 zu 1 demonstrierte unseren Willen zu Aufstieg und Meistertitel. Am 18. April 1998 feierten wir den Meistergewinn mit 4 ½ Punkten- Vorsprung auf Kötschach-Mauthen II.Dahinter folgten Treffen, Admira Villach II, Gabor/HSV Spittal und Gnesau. Am 6. Juni 1998 eroberte Josef Graber den Seniorenlandesmeistertitel im Blitzschach.

1999/2000

Aus dem Anlass „20 Jahre Schachclub Obervellach“ wurde am 9. Jänner 1999 im Kinosaal des Hotel Alpenhofs ein Turnier veranstaltet. 57 Schachspieler aus ganz Kärnten haben mitgespielt. 4 Runden Blitzschach, 3 Runden Schnellschach und 2 Runden Aktivschach wurden gespielt. Gewonnen hat das Turnier Markus Hummel (SV Villach – 2135 Elo) vor Emberger Jürgen (Admira Villach – 2060 Elo) und Putzi Albert (Finkenstein – 2021 Elo).

Ein Gedenkturnier an unseren verstorbenen Schachspieler Dr. Franz Sereinig wurde abgehalten. Aufgrund seines Berufes (Sprengelarzt in Obervellach) hatte er wenig Zeit für den Schachsport. Wenn es zeitlich möglich war, war er für den Schachclub aber immer da. Unser Sektionsleiter Franz Michor jun. hat das Turnier organisiert und geleitet. Teilgenommen haben 21 Schachspieler. Gewonnen hat das Turnier Franz Michor sen. (1835 Elo) vor Markus Hummel (2093 Elo) und Eduard Sereinig (MK 2200 Elo)

Die Kärntner Meisterschaft konnte erfolgreich abgeschlossen werden.

Schwere Zeiten

2000/2001

Am 14. Juni hat es den „Obervellacher Schachtriathlon 2001“ im Flattacherhof gegeben.

Gewonnen hat das Turnier Werner Süss (1988 Elo) vor Franz Michor jun. (1805 Elo) und Werner Culetto (1359 Elo). Teilgenommen haben 11 Obervellacher Schachspieler.

Die Kärntner Meisterschaft konnte erfolgreich abgeschlossen werden.

2001/2002

Unser Sektionsleiter ist an einer schweren Krankheit (Leukämie) erkrankt. Aufenthalte in verschiedenen Krankenhäusern waren erforderlich. Es war immer die Hoffnung da, dass unser Sektionsleiter wieder gesund wird. Aber leider hat sich die Krankheit immer mehr verschlechtert.

Ab Sommer 2001 hat Werner Culetto unseren Sektionsleiter bei der Vereinsführung unterstützt. Für die Familie, Freunde sowie für den Schachclub war es eine sehr schwere Zeit. Der Meisterschaftsbetrieb konnte aber fortgesetzt werden.

Am 8. Novemer 2001 ist unser Sektionsleiter Franz Michor jun. infolge einer schweren Leukämieerkrankung verstorben. Er war der Vater und die Leitstelle des Vereines. Sein Verlust hatte für den Verein schwerwiegende Folgen.

Am 15.12.2001 hat Werner Culetto die Vereinsführung übernommen. Durch seinen unermüdlichen Einsatz konnte der Spielbetrieb erfolgreich fortgeführt werden.

2002/2003

Durch Einschaltungen im Obervellacher Rundschreiben wurden weitere Schachspieler gesucht. Fritz Lehr und Rupert Ölschützer sen. konnten durch ihren außerordentlichen Einsatz hervorragende Jugendspieler heranbilden. Viele der Schüler zählen heute zu den besten Schachspielern in Kärnten und Osttirol. Aufgrund der Anzahl der verfügbaren Schachspieler konnten 2 Kampfmannschaften gestellt werden. Am 8. Dezember 2002 wurde die Vorrunde des Kärntner Schülercups in Obervellach ausgetragen. Organisation und Durchführung übernahmen Fritz Lehr, Rupert Ölschützer sen. und  Sektionsleiter Werner Culetto.

Es folgte der nächste schwere Rückschlag für den Verein. Fritz Lehr „Mister Schülercup“, eine im Kärntner Schachverband weithin bekannte Persönlichkeit, ist verstorben. Lehr hat den Kärntner Schülercup ins Leben gerufen und wertvolle Arbeit bei den Nachwuchsspielern geleistet. Nicht nur in Obervellach sondern im gesamten Oberkärntner Raum.

2003/2004

Unter 11 Mannschaften erreichten wir den 7. Rang. Herausragend waren die Leistungen von DI. Werner Suess (4. der Startrangliste) sowie von Dr. Herwig Michor (6. der Startrangliste) sowie von Hubert Rathgeb (11. der Startrangliste). In der Liga waren insgesamt 150 Schachspieler gemeldet.

2004/2005

In diesem Jahr konnte in der 1. Klasse West der Meistertitel gefeiert werden. Beachtenswert waren die Leistungen von Michael Plössnig mit 9 Punkten aus 9 Partien, Manuel Unterreiner mit 6 Punkten aus 8 Partien sowie von Jusuf Osmani mit 5,5 Punkten aus 8 Partien. Michael Plössnig war von den über 100 gemeldeten Spielern in der Liga der beste Spieler!

Am 12. September fand im Hotel Alpenhof in Obervellach das Gedenkturnier „Mister Schülercup – Fritz Lehr“ statt. 25 Jugendspieler haben beim Turnier mitgespielt. Es gab spannende Partien wobei der Gesamtsieg an Walter Ressmann (Admira Villach) gefolgt von Mario Feinig (SK Suetschach/Feistritz) und Michael Scheiber (SG Gabor/HSV Spittal/Drau) ging. Die Turnierorganisation übernahmen Rupert Ölschützer sowie Werner Culetto.

Es folgte einweiterer Rückschlag für den Verein. Hugo Moosleitner, ein Leistungsträger im Verein, ist verstorben. Er war ein wichtiger Teil in unserer Kampfmannschaft. Obwohl er im Bundesland Salzburg wohnhaft war, hat er in der Meisterschaft regelmäßig gespielt und beachtliche Siege erzielt.

2005/2006

Im ersten Jahr der Bezirksliga West erreichten wir den 10. Endrang von 11 Mannschaften. In der Kärntner Jugendliga erreichten wir den ausgezeichneten 4. Rang von 25 Mannschaften. Durch den Abgang der Jugendspieler- nach Lienz sowie durch den Verlust einiger Jugendspieler aufgrund einer schulischen oder beruflichen Weiterentwicklung war die Meisterschaftsteilnahme sehr schwierig geworden. In Mallnitz wurde noch mit Unterstützung der Gemeinde Mallnitz das Turnier „Aktivschach 2006 – Tag des Schachs“ abgehalten. 12 Teilnehmer haben sich dazu gemeldet darunter 8 Obervellacher Schachspieler.

2006/2007

Aufgrund der Abgänge hat es massive Aufstellungsprobleme gegeben. Strafzahlungen an den Kärntner Schachverband waren die Folge. Die Mannschaft erreichte in der Bezirksliga den 9. Platz von 11 Mannschaften. Der Meisterschaftsbetrieb musste eingestellt werden. Alle Spieler wurden beim Kärntner Schachverband abgemeldet.

Neustart

2008 - 2012

Durch regelmäßige Einschaltungen in Gemeinde-Rundschreiben, einer eigenen Homepage und wöchentlichen Schachabenden konnte der Verein am Leben erhalten werden. Rupert Ölschützer, Manfred Salbrechter sowie Frau Elsa Polster haben sichaufopfernd um die Nachwuchsarbeit bemüht. Den Sponsoren und der Gemeinde ist es zu verdanken, dass es den Schachclub noch weiter gab.

Der nächste schwerwiegende Rückschlag für den Verein folgte. Werner Culetto konnte aus privaten Gründen die Vereinsführung nicht mehr machen und musste seine Funktion zurücklegen.

Am 2. November 2012 hat es eine Versammlung gegeben mit dem gemeinsamen Ziel, den Schachclub fortzuführen und wieder neu durchzustarten. Peter Göres und Gerald Hofer haben sich bereit erklärt, gemeinsam die provisorische Vereinsführung zu übernehmen. An einen Meisterschaftsbetrieb war zu diesem Zeitpunkt nicht zu denken.

2013/2015

Durch verschiedene Aktivitäten wie der Teilnahme mit einem Stand bei der Marktzeit, Feldschach am Hauptplatz und im Erlebnisbad, Ankauf von Schach-T-Shirts, wöchentlichen Schachabenden/Trainingsabenden, Kontaktaufbau zu anderen Schachvereinen und dem Kärntner Schachverband ist es gelungen, den Verein wieder aufzubauen. Erfreulich waren insbesondere auch die Zugänge von Jan und Jutta Mokracek und Heimo Ranacher. Am 16.03.2013 hat es im Clubraum einen „Tag der offenen Tür“ gegeben. Dieser wurde von der Obervellacher Bevölkerung sehr gut angenommen. An die 50 Personen haben sich über die Vereinsaktivitäten sowie über das Vereinsgeschehen informiert. 

Dabei konnten einige Jugendspieler gewonnen werden und ein eigenes Jugendtraining wurde eingeführt. Am 12. Oktober 2015 wurden Peter Göres, Gerald Hofer, Heimo Ranacher und Jan Mokracek beim Kärntner Schachverband angemeldet.

Peter Göres, Heimo Ranacher und Jan Mokracek haben bei den „Offenen Spittaler Schachmeisterschaften“ teilgenommen. Somit waren nach langer Abwesenheit wieder 3 Spieler bei einem Turnier des Kärntner Schachverbandes vertreten. Insgesamt sind 8 Jugendspieler dem Verein beigetreten. Der Kärntner Schachverband war über die positive Vereinsentwicklung im Mölltal sehr erfreut.

2016/2017

Am 19.02.2016 hat es eine Jahreshauptversammlung gegeben und ein neuer Vereinsvorstand wurde gebildet. Gerald Hofer wurde als Sektionsleiter bestellt.

Die Funktionen sowie der Vereinsvorstand wurden evaluiert und komplett neu aufgestellt. Die Vereinsaktivitäten schließen an die Zielsetzungen der letzten 3 Jahre an. Das Vereinslokal wurde saniert und das Jugend- und Schachtraining wird künftig mit neuester Technik (Beamer) durchgeführt. Gemeinsam konnten wir den Schachclub wieder beleben und aktivieren!! Einen herzlichen Dank an alle, die dazu beigetreten haben. Somit ist ein mustergültiger, zukunftsweisender Schachraum entstanden. Auch ehemalige Spieler vom Schachverein (Michael Plössnig) haben bei der Umsetzung und Organisation mitgeholfen. In verschiedenen Medien wurde darüber ausführlich berichtet.

Auch die Gemeinde sowie die Sponsoren haben sich bereit erklärt, die finanzielle Unterstützung fortzuführen. Josef Steiner, Schachspieler aus Rangersdorf, ist dem Verein beigetreten. Fachliche Unterstützung bekommen wir von unserem „Heimkehrer“ Michael Plössnig. Beim „Dreikönigs-Blitzturnier“ haben Jan Mokracek (Platz 10) und Reinhard Sacher (Platz 17) teilgenommen. Vom Schachclub Lienz wurden wir zum Trainingswochenende am 11. und 12. Juni 2016 eingeladen. Heimo Ranacher und Josef Steiner haben daran teilgenommen. Am 03.08.2016 wurde eine Kaderliste mit 14 Spielern, darunter 5 Jugendliche, an den Kärntner Schachverband übermittelt. Heimo Ranacher hat sich bereit erklärt, die Mannschaftsführung zu übernehmen. Somit sind wir nach fast 10 Jahren Abwesenheit wieder in der Kärntner Schachmeisterschaft (1. Klasse West) vertreten. Das erste Meisterschaftsspiel (Heimspiel) fand am 15.10.2016 gegen die Schachfreunde Villach statt.

Die Meisterschaft 2016/2017 haben wir mit dem 4. Gesamtrang abgeschlossen. Mit unseren Nachwuchsspielern haben wir einen Vergleichskampf mit Feistritz – Paternion durchgeführt, den wir mit 6 zu 8 Punkten verloren haben. Ein weiterer Meilenstein in der Nachwuchsarbeit war die Teilnahme beim Kärntner Schülercup. Unsere Jugendspieler Emanuel Karlsberger, Philip Maier, Aaron Osternig, Sebastian Raunegger, Thomas und Stefan Rosskopf, und Manuel Thorer haben eine sehr gute Turnierleistung geboten. Aaron Osternig hat in seiner Gruppe den 3. Rang erreicht. Aktivitäten mit unseren Jugendspielern wie ein kleines Sommerfest im Erlebnisbad Obervellach sowie eine Grillfeier auf dem Campingplatz Campanula in Kolbnitz haben stattgefunden.

Obervellacher Schachspieler haben auch bei auswärtigen Schachturnieren teilgenommen. Wie beim Blitzturnier in Lienz, Lienz – Open mit internationaler Beteiligung sowie bei der Spittaler Stadtmeisterschaft. Es konnten sehr gute Spielergebnisse erreicht werden. Das Jahr 2017 war auch geprägt von zahlreichen Anschaffungen wie Ankauf von neuen digitalen Schachuhren, Schachbrettern und Schachfiguren, Verbesserung der Unterrichtsmöglichkeiten für unsere Nachwuchsspieler sowie eine weitere Modernisierung unseres Schachlokals. Somit haben wir einen Clubraum der sich auf dem neuesten Stand befindet. Das Jugendtrainig sowie der Schachabend hat wöchentlich stattgefunden. Anton Zraunig hat den Verein verlassen, Gottfried Obermann hat nach längerer Abwesenheit wieder die Freude zum Schachsport bekommen und spielt in der Mannschaft bei den Meisterschaftsrunden. Manuel Thorer, ein Jugendspiel aus Stall ist dem Verein beigetreten. In der Herbstrunde der Meisterschaft 2017/2018 sind wir auf den 5. Rang.

Mit Ende 2017 haben wir einen Mitgliederstand von 31 Personen davon sind 8 Jugendspieler.

2018/2019

Am 27.01.2018 sind wir gegen SGS/HSV Spittal/Drau 3 in die Kärntner Meisterschaft eingestiegen und haben 2,5 zu 1,5 gewonnen. Peter Göres und Heimo Ranacher konnten die Partien für sich entscheiden. Jan Mokracek hat ein Remis erreicht.

Am 24.02.2018 haben wir gegen die Mannschaft SV Gasthaus Bürger Schiefling 2 am Wörthersee 3,5 zu 1,5 verloren.

Am 24.03.2018 haben wir gegen die Mannschaft ESV Askö Admira Villach 4 eine bittere Niederlage in der Höhe von 4 zu 0 hinnehmen müssen.

Am 14.04.2018 haben wir gegen ESV Askö Admira Villach 5 eine weitere Niederlage in der Höhe von 3,5 zu 0,5 eingefahren.

In der Kärntner Meisterschaft Herbst 2017/Frühjahr 2018 konnten wir von 8 Mannschaften den 6. Rang erreichen.

Der Rückfall in der Kärntner Meisterschaft ist dadurch entstanden, dass wir vermehrt unsere Jugendspieler eingesetzt haben. Diese haben aber bei ihren Einsätzen sehr viel an Spielpraxis und Erfahrung sammeln können.

Am 27.10.2018 sind wir in die Meisterschaft Herbstrunde eingestiegen. Gegen die Schachfreunde Villach 2 habe wir 3 zu 1 verloren. Unser Rückkehrer wie auch Gastspieler Werner Suess konnte eindrucksvoll seine Partie gewinnen.

Am 03.11.2018 haben wir gegen ESV Askö Admira Villach 5 einen 2,5 zu 1,5 Erfolg verbuchen. Aaron Osternig hat seinen ersten Punkt in der Kärntner Meisterschaft geholt!!! Josef Steiner konnte ebenfalls seine Partie für sich entscheiden. Gottfried Obermann hat ein Remis erreicht und somit haben wir nach längerer Zeit wieder einen Mannschaftssieg erreicht.

Am 08.12.2018 waren wir spielfrei.

Um unseren Nachwuchsspielern die beste fachliche Ausbildung bieten zu können wurden eigene Lernbücher gekauft.

Bei Großturnieren haben wir in diesem Jahr nicht teilgenommen. Mit den Schachvereinen aus Spittal/Drau, Ferndorf und Lienz pflegen wir weiterhin intensiven Kontakt.

Als Aktivitäten haben wir wieder ein Grillfest beim Campingplatz Campanula in Kolbnitz durchgeführt. Heimo Ranacher hat mit unseren Nachwuchsspielern einen Ausflug nach Lienz gemacht. Am 29.12.2018 haben wird ein vereinsinternes Schnellschachturnier mit nachfolgender Jahresabschlussfeier abgehalten. Der Mitgliederstand sowie die Anzahl der Jugendspieler sind gleich geblieben.

Für das kommende Jahr liegt der Schwerpunkt in der weiteren Ausbildung unserer Jugendspieler mit Einsatz in der Kärntner Meisterschaft. Ein weiteres Vereinsanliegen ist den Schachclub in den Nachbargemeinden Flattach, Stall und Mallnitz besser zu positionieren und weitere Schachspieler zu gewinnen. Obervellach soll wieder die Schach - Zentralstelle im Mittleren Mölltal werden. Eine Damenmannschaft ist im Gespräch. Sollte das gelingen und uns die derzeitigen Schachspieler treu bleiben, wird in den nächsten Jahren der Aufstieg ein Thema werden.